Netzwerkkommunikation oder: wie Knoten reden

der Draht zur Welt oder: Wo gehts hier eigentlich ins Internet?

Oft ist dies ja der Hauptgrund, warum man zu Hause ein Netzwerk aufbaut: Man will ins Internet und bei DSL ergibt es sich einfach ein Netzwerk einzurichten. Wie aber hängt die Internet-Verbindung mit dem Netzwerk zusammen bzw. was ist der Unterschied zu einer „normalen“ Netzwerkverbindung?

Provider

Die Provider, die die Internetzugang verkaufen sind eigentlich erstmal diejenigen, die einen IP-Adressraum von einem anderen Provider erhalten haben und den Endkunden dann einzelne IPs bereitstellen. Die Rechner des Providers sind direkt „ans Internet“, d h. an die Internet-Backbone angeschlossen. Die Verbindung vom eigenen Rechner zum Provider jedoch, kann sehr unterschiedlich aussehen. Meist wird hierfür jedoch auf unterschiedlichste Art sowieso meist schon vorhandene die Telefonverbindung verwendet. Dieser Frage wollen wir uns hier widmen

Modem

Die einfachste Methode der Übertragung ist es einfach das digitale Signal in ein analoges zu wandeln, das über die Telefonleitung zu senden und an der Gegenstelle das analoge Signal wieder in ein digitales. Das Erste, was man dazu, nutzte waren Akustikkoppler. Auf diese musste man den Telefonhörer schnallen, und die gewünschte Nummer wählen. Der Akustikkoppler piepste dann in die Leitung und wandelte die empfangenen Piepssignale wieder in Daten um. Ganz ähnlich funktionieren Modems. Nur haben diese schon das Telefon integriert, sodass man per Computer die Nummer des Providers wählen kann und das ‚Durch-die-Leitung-Piepsen‘ auch nicht mehr zu hören ist, da dies direkt elektronisch geschieht.

ISDN

Der entscheidende Nachteil des Ganzen ist es, dass man nur entweder surfen oder Telefonieren kann. Mit ISDN können zwei Verbindungen gleichzeitig genutzt werden und das Signal muss nicht mehr in ein analoges gewandelt werden, da ISDN schon digital überträgt.

DSL

Etwas anders ist es bei DSL[22]. Dort wird das Signal (analog) parallel zum Telefonsignal auf einen höheren Frequenzband(das nochmal in einen kleineren Upstream- und einen größeren Downstream-Bereich getrennt ist) übertragen. Dadurch sind höhere Übertragungsgeschwindigkeiten möglich. Damit beim Telefon auch nur das Telefonsignal ankommt und beim Computer nicht mit den Telefongesprächen konfrontiert wird, muss das Signal vorher durch einen Splitter getrennt werden. Der Nachteil an der ganzen Sache ist, dass die Signalstärke bei langen Leitungen stark gedämpft wird. Je nach Dämpfung(also Entfernung zur Vermittlungsstelle) ist dann eben eine höhere oder niedrigere Geschwindigkeit möglich.

Wählverbindung

Bei all diesen Möglichkeiten handelt es sich immer um Wählverbindungen, d.h. es wird die Nummer des Providers gewählt und somit eine gesicherte Verbindung aufgebaut(also nicht so, wie bei Ethnet). Die Strecke von zu Hause zum Provider funktioniert also anders, als der ganze Rest. Eine Ausnahme bildet hier DSL: Auch hier kommen wieder Protokolle zum Einsatz und es werden auch wieder Pakete verwendet, die über die Telefonverbindung transportiert werden. Wie dies aber genau funktioniert, soll nicht Gegenstand dieses Tutorials sein[23].

Kapitel: | Zurück | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | Weiter |

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.