Gefangen, nicht gefunden!

Softwareentwicklung

  • Das ist ja mal eine interessante Idee, ein Tutorial zu schreiben. Statt aus Text besteht diese Einführung in Ruby aus Unit-Tests. Die führen einen durch die Sprache und zeigt einem die Randfälle. Hübsch gemacht!
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    /usr/bin/ruby path_to_enlightenment.rb
    AboutRegularExpressions#test_parentheses_also_capture_matched_content_by_number has damaged your karma.

    The Master says:
      You have not yet reached enlightenment.
      Do not lose hope.

    The answers you seek...
      Expected "FILL ME IN" to equal "Gray"

    Please meditate on the following code:
      /home/christian/scripts/koans/about_regular_expressions.rb:125:in `test_parentheses_also_capture_matched_content_by_number'

    remember that silence is sometimes the best answer
    your path thus far [..................X_______________________________] 104/282

    Einziger Nachteil: Man kann Bekanntes nicht so einfach überspringen, sondern wird dazu gezwungen, alle Tests in der vorgegebenen Reihenfolge anzuarbeiten.

  • Travis ist ja ganz hübsch und vor allem integriert es sich superleicht und angenehm in github. Usability sehr gut. Nicht perfekt, aber doch sehr gut. Eine Sache ist aber echt etwas blöd: Angenommen man hat dependencies, die nicht in Maven Central, sondern auf Bintray bzw. JCenter liegen. Wie überredet man Travis, die Dependencies von dort zu holen? Die allwissende Müllhalde hat dazu irgendwie nicht wirklich was zu sagen. Nach einigem Suchen und ein bisschen rumprobieren, bin ich aber auf eine passende Lösung gekommen. Letztendlich muss man travis eine eigene settings.xml unterschieben.
  • Wenn wir grad beim github-Ökosystem sind: Versioneye ist auch sehr praktisch. Wenn man täglich über veraltete Dependencies informiert wird, updated man die so einfach nebenbei, bevor sich da ein Berg Arbeit auftürmt. Ich hab das z.B. mitten drin zwischen der Ausprobiererei mit Travis gemacht (siehe den oben verlinkten Diff).
  • Wie geht man eigentlich richtig mit Zeitstempeln um? Wo speichert man die Zeitzone? Dieser Stackoverflow-Beitrag war augenöffnend. Sehr lesenwert.
  • JavaScript ja ja schon irgendwie komisch. Man kann den Array-Konstruktor überschreiben und daraus ergeben sich Angriffsmöglichkeiten für „Json Hijacking“. Gruselig. Die Lösungsmöglichkeiten reichen von „gib niemals ein Json-Array direkt zurück, sondern pack immer ein Objekt drum herum“ bis zu „setze ein while(1); vor die REST-Response.

Linux

  • Wer Backups machen will (und wer will das nicht), dem sei rsnapshot wärmstens empfohlen. Inkrementelle Backups mit Hardlinks und allem, was man braucht. Schön.
  • Zwischenzeitlich hatte ich meine rsnapshot-Backups auf eine externe Platte gemacht, die vom Werk aus NTFS-partitioniert war. Resultat: Ein Backup dauert eine knappe Stunde. Bei genauerer Betrachtung stellt sich raus: Was lange dauert, ist das Erzeugen der Hardlinks. Das Übertragen der Änderungen per rsync geht fix. Kaum hatte ich auf ext4 formatiert, waren die Backups innerhalb von 3 Minuten erledigt. Entweder NTFS-3G oder NTFS selbst ist also abartig lahm, wenn es darum geht, Hardlinks zu erzeugen. Da muss wohl irgendwie jedes Bit einzeln durch das USB-Kabel zur CPU und wieder zurück. Jedenfalls ist mit ext4 jetzt wieder alles schön schnell.

Poetry Slam

„Gedicht der Woche“ vom großartigen Artem Zolotarov: Es geht ein Wort

Podcast der Woche

Manche Dinge sind unmöglich. Manche Dinge kann man unmöglich in einen Audio-Podcast verpacken — z.B. physikalische Experimente. Man hätte ja keine Möglichkeit, etwas zu zeigen. Noch nichtmal Schaubilder hätte man zur Verfügung, um etwas zu veranschaulichen. Die Idee ist so blöd — das versucht doch keiner. Langweiliger gehts doch nicht. Die beiden Physiker Nicolas Wöhrl und Reinhard Remfort machen aber genau das. Und wider allen Erwartungen ist das genau das Gegenteil von langweilig. Die beiden schaffen das Unmögliche: Alle zwei Wochen nehmen sie sich vier aktuelle wissenschaftliche Papers vor (Physik, Chemie, Biologie, Psychologie — egal) und erklären anschaulich was die Forscher rausgefunden haben. Dazu gibt es ein Live-Experiment.

Das Ganze nennt sich dann Methodisch Inkorrekt und ist einer meiner absoluten Lieblingspodasts. Die Folgen dauern i.d.R. so um die drei Stunden, aber das Ganze ist so sympathisch und kurzweilig verpackt, dass man das glatt durchhören könnte ohne zu ermüden. Ganz groß!

Softwareentwicklung, Linux

  • Ich hab mir in den letzten Tagen mal Arch Linux installiert. Und aktuell bin ich sehr zufrieden damit. Jetzt hab ich wieder ein hübsches, aufgeräumtes System. Auch pacman gefällt mir als Packagemanager sehr gut. Besser als dpkg/apt-get/synaptic. Einzig die Optionen sind ein wenig kryptisch benannt.
  • Die Beschäftigung mit Arch als Rolling-Release-Distribution hat mich zum Nachdenken über Dependencies gebracht. Prinzipiell haben Linux-Distros die selben Dependency-Probleme wie quasi jede andere Art von Software auch — nur eben nochmal größer skaliert. Ich muss da nochmal genauer drüber nachdenken. Vielleicht kann man davon was lernen über den Umgang mit Dependencies im Allgemeinen. Das muss ich aber nochmal sortieren.

Poetry Slam, Texte und Geschichten

  • Bis vor etwa zwei Jahren hatte ich, was meine Texte anbelangt, eine längere pathetische Phase. Zum Großteil bin ich davon weg, aber manchmal hab ich dann doch noch ein bisschen was davon. Dieser Text ist vielleicht ein Teil davon. Egal — er gefällt mir trotzdem:
  • Ich lese gerade Das Haus – House of Leaves von Mark Z. Danielewski. Horror ist eigentlich nicht mein Genre und ich weiß auch gar nicht, ob das eine Horrorgeschichte ist. Momentan bin ich erst auf Seite 63 von knapp 800 und lese da gerade eine seitenlange Abhandlung über das Echo. Noch weiß ich nicht genau, was ich von dem Buch halten soll. Auf der einen Seite reizt mich die mehrschichtige Erzählweise (das Buch ist eine kommentierte Abhandlung über einen — auch im Buch fiktiven — Dokumentarfilm. Auf der anderen Seite wirkt die Dramatik manchmal gewollt. Mal sehen, was ich in eins-, zweihundert Seiten denke.

Sonstiges

  • Ich höre recht viele Podcasts. Immer auf dem Weg zur Arbeit. Morgens und Abends, jeweils ne halbe Stunde — da kann man einiges hören. Und es gibt so tolle Podcasts. Ich will mir mal vornehmen, bei meinem Geschreibsel hier immer mal wieder einen Podcast vor zu stellen. Vielleicht bringt mich das auch dazu, wieder ein bisschen mehr zu schreiben. Das Blog hier wird ja von mir chronisch vernachlässigt.
  • Das selbe könnte ich eigentlich auch mit Slamtexten machen. Es gibt so dermaßen tolle Texte — viel besser als meine. Da könnte ich auch mal ein bisschen verlinken.
  • Ich hab also vor, in Zukunft einen Slamtexte der Woche und einen Podcast der Woche vor zu stellen. Was natürlich nicht bedeutet, dass ich es schaffen werde, wöchentlich zu posten. Aber Namen sind ja eh Schall und Rauch.

Softwareentwicklung

  • Die Devoxx 2015 war ausgesprochen interessant. Wer sich die Vorträge im Nachhinein ansehen will, findet sie auf Youtube. Ich bin ja durchaus jemand, der versucht, am Ball zu bleiben. Ich lese Blogs, manchmal Bücher und schaue mir auch von Zeit zu Zeit den ein oder anderen Vortrag auf Youtube an. Trotzdem: So viel und so intensiv beschäftigt man sich sonst kaum mit technischen Neuerungen. Eine Konferenz schafft so viel Ideen wie sonst ein ganzes Jahr.
  • Ich bin letztens mal zu API-Dokumentation interviewt worden und hab mir dementsprechend Gedanken dazu gemacht. Rausgekommen ist eine Prinzipiensprache, die ich aber mal in nem separaten Blogpost vorstellen muss.
  • In diesem Jahr ist ne ganze Menge Zeit in design-types.net geflossen. Mein Ex-Chef und ich basteln da schon ne ganze Zeit lang dran rum. Kurz: Wir haben beobachtet, dass Entwickler sich unter anderem darin unterscheiden, wie sie Entwurfsentscheidungen treffen. Wir haben einen Fragebogen entwickelt, der hilft, sich selbst und andere dahingehend zu charakterisieren. Wir haben 16 unterschiedliche Typen, jeweils mit Namen, Beschreibung und nem schicken Wappen zum Ausdrucken. Einen Javamagazin-Artikel, diverse interne und externe Vorträge und über 1000 Teilnehmer später gehen uns die Ideen immer noch nicht aus. Sehr spannendes Thema.

Poetry Slam

  • Mein erstes Slam-Jahr in Zahlen: 16 Auftritte, rund 1500 Reisekilometer, 6 Texte in insgesamt 19 Versionen und irre viel Spaß
  • Vom letzten KOHI-Slam gibts Videomitschnitte. Das hab ich da abgeliefert:

    An dem Text hab ich immer wieder gearbeitet. Das ist jetzt Version 8 und langsam bin ich einigermaßen zufrieden damit. Zumindest mit dem Text. An der Performance kann ich noch ein bisschen feilen. Mit ein bisschen Üben krieg ich das dann hoffentlich auch noch besser hin. Naturtalent ist was anderes, aber zumindest weiß ich, wie man besser wird. Und so ein Mitschnitt ist zum besser werden schonmal ganz hilfreich.

  • Wer sich nicht die komplette Playlist angesehen hat: Doch das lohnt sich. Und Live noch viel mehr.

Anderes

  • 20 Witze, die nur intelligente Menschen verstehen. Ich bin offensichtlich so mittelintelligent. Die meisten verstehe ich irgendwie, aber nicht alle vollständig. Bei dem Sarte-Witz hab ich die dumpfe Ahnung, dass der lustiger ist, wenn man „Sein und Nichts“ auch gelesen hat. Einen Bezug zum Existenzialismus kann ich nicht herstellen. Den Pascal-Witz hab ich erst nach Erklärung verstanden. Vielleicht ist der auf Englisch einfacher zu verstehen. Die Referenz auf Gödel verstehe ich. Was Heisenberg im selben Witz verloren hat, blick ich aber nicht. Und bei Chomsky seh ich auch nicht mehr als einen leichten Anklang an Linguistik. Beim Odysseus-Witz hab ich lange überlegen müssen, bis mir die zugehörige Geschichte mit dem Kyklopen wieder eingefallen ist. Den Rest versteh ich, glaub ich. Und die meisten davon sind echt lustig.
  • Ich hab leider nie Pen-and-Paper-Rollenspiele gespielt. Auf Youtube kann man sich das aber zumindest mal angucken. Achtung, sehr lustig.
  • Die 9. Staffel Doctor Who ist zu Ende. Heaven Sent ist eine meiner Lieblingsfolgen geworden. Ich liebe es, wenn Steven Moffat mit der Zeit spielt. Ganz große Klasse. Und Maisie Williams als Ashildr bzw. Me ist auch mal wieder ein sehr interessanter (wenn auch mitunter zu wenig genutzter) Charakter. Mehr davon!

Softwareentwicklung

  • Ich hab in letzter Zeit intensiv über Aufwandsschätzungen nachgedacht. Daraus ist ein länglicher Blogartikel geworden, den ich leider immer noch nicht ganz fertig hab. Vielleicht mach ich da auch ne Artikelserie draus. Der Text ist schon echt lang geworden…
  • Zusammen mit meinem ehemaligen Chef bin ich gerade dabei, etwas zu basteln, das lose auf meiner Masterarbeit aufbaut und letztendlich auch wieder Kommunikation verbessern soll. Konkret geht es darum, dass Unterschiedliche Entwickler, bestimmte Argumente/Daumenregeln/Prinzipien unterschiedlich gewichten. Oder um das weniger hochtrabend aus zu drücken: Verschiedenen Leuten sind verschiedene Sachen wichtig. Soweit so trivial. Wie diese Erkenntnis nun Kommunikation verbessert und warum mein Ex-Chef und ich uns mit dieser Frage seit Monaten beschäftigen und warum wir dafür ne Website bauen, das muss ich wann anders erzählen.
  • In vier Wochen werde ich ne interne Schulung halten. Es wird um Clean Code, Refactoring, Architektur, Patterns und Prinzipien gehen. Also quasi das Zeug, was eh so n bisschen mein Steckenpferd ist. Ideen dazu hab ich viele. Wird bestimmt viel Spaß machen. Ich freu mich drauf!
  • Ob ich dieses Jahr auf die Delphi-Tage fahren soll? Ich bin unschlüssig. In den letzten Jahren war ich immer dabei (und das war immer ganz lustig). Mittlerweile hab ich mit Delphi aber quasi nichts mehr zu tun.Hm…

Anderes; Heute: Mein neues Hobby

  • ich schreibe schon seit anderthalb Ewigkeiten. Nicht furchtbar viel und schon gar nicht regelmäßig (wie man hier im Blog ja gut sehen kann), aber doch immer wieder. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes alles Mögliche querbeet. So irgendwie. Aphorismen, Gedichte, Geschichten … Lustiges, Trauriges, Nachdenkliches… achso und offensichtlich auch Sachtexte… Wenn ich Zeit (und Elan) dazu hätte, würde ich auch Bücher schreiben. Seit Anfang des Jahres mache ich jetzt auch Poetry Slam. Ich war jetzt schon zweimal im KOHI, einmal im Kupferdächle und auch in Rastatt im Kellertheater. Und das werden bestimmt nicht meine letzten Auftritte gewesen sein. Ich will versuchen, so im Mittel pro Monat bei einen Slam mit zu machen. Poetry Slam ist toll. Und zwar von beiden Seiten des Mikros aus…
  • Termine rund um Poetry Slam in der Gegend um Karlsruhe gibts auf der Seite der (im übrigen auch sehr empfehlenswerten) Lesebühne AnWortUndStelle
  • Jetzt muss ich mir noch überlegen, was ich mit meinem Blog hier mach. Ich vermute mal, die Leserschaften von Softwareentwicklungsthemen und Poetry-Slam-bezogenem Zeug sind einigermaßen disjunkt. Vielleicht teile ich das Blog also. Vielleicht mach ich zwei Blogs daraus. Oder ein Blog und eine statische Seite. Oder irgendwas anders.

Softwareentwicklung

  • Letzte Woche war ich auf der Devoxx und das Essen dort war echt nicht gut. Der Rest dafür umso mehr.
  • Die Vorträge der Devoxx 2013; mal sehen, ob und wann die diesjährigen Vorträge online gehen.
  • Warum hab ich eigentlich immer noch nicht mit Java 8 rumgespielt?
  • Mitunter stößt man ja auf Webseiten mit echt gruseligem Webdesign. Man ist dann schnell dabei, zu behaupten, dass das aussähe wie in den 90ern. Tut es nicht. Wirklich nicht. Wirklich, wirklich, wirklich nicht. Das hat mir einer der Vorträge auf der Devoxx nochmal vor Augen geführt. Denn in den 90ern sahen die Webseiten so aus.
  • Gradle scheint echt einen Blick wert zu sein. Muss ich mir bei Gelegenheit mal angucken. Könnte eine echte Alternative zu Maven sein. Auf dem Devoxx-Vortrag wurde insbesondere die Mächtigkeit des Modells ins Feld geführt. Man kann damit deutlich mehr machen als mit Maven. Unterschiedliche Varianten (für x86 und ARM, als freie und als kostenpflichtige Version, etc.) und dann auch leicht Plugins schreiben, die sowas prüfen wie „sind in der freien Version auch nur Dependencies verwendet, die unter einer freien Lizenz stehen?“ Das Modell gibt das ganz einfach her. Quasi das Maven Enforcer Plugin in einfach und mächtig. Nun braucht nicht jeder unterschiedliche Buildvarianten (und wenn möglich sollte man die eh vermeiden), aber es gibt einen weiteren Grund, der mir erwähnenswert erscheint. Maven Poms werden mitunter recht unübersichtlich. Die Syntax ist recht… textintensiv. Das ist bei Gradle anders. In der auf Groovy aufbauenden DSL hat man Möglichkeiten, Übersicht zu schaffen. Das allein wäre für mich schon Grund, mir das anzugucken.
  • »Ein Schüler kam zu seinem Meister. Er wartete lange, bis der Meister aus seiner tiefen Meditation aufgetaucht war und seinen Blick vom Minesweeper-Bildschirm gelöst hatte. „Meister“, fragte er dann,“ kann ein Programm feststellen, ob der Computer, auf dem es läuft, mit dem Internet verbunden ist?“.« So beginnt eine lustige Erzählung von Marian Aldenhövel über Türstopper, Tischgrills, Sonnenblumen und warum man nicht rausfinden kann, ob man online ist. Die Geschichte trägt den Titel „Dojo 1“ und als ich vor anderthalb Ewigkeiten über die Geschichte gestolpert bin, hab ich mich gefragt, ob es auch eine Geschichte „Dojo 2“ gibt. Ich hätte zu gerne mehr so Zeug gelesen. Aber mehr gab es nicht. Keine Pseudo-Zen-Meister, die ihren Schülern die Erleuchtung bringen außer diese eine Geschichte „Dojo 1“. Schade. Einer der lustigsten Talks auf der Devoxx war „The Codeless Code“ von Martijn Verburg. Und da war es wieder. Weise Zen-Meister, die in unterhaltsamen Geschichten ihre Schüler erleuchten. Keine sonderlich neuen Erkenntnisse und in manchen Fällen war ich auch durchaus anderer Meinung. Trotzdem: Ich hab mich prächtig unterhalten. Und das beste: Es gibt eine Website dazu: thecodelesscode.com

Anderes

  • Ein Schmied, ein Lastenträger und viele Schafe: In einem fernen Land lebten einmal drei Brüder. Der älteste war ein Schmied und besaß 30 Ziegen. Der mittlere war Lastträger und besaß drei Ziegen. Der jüngste schließlich sollte Hirte werden. Da dieser noch keine Ziegen hatte, bekam er von seinen Brüdern welche. Der älteste gab ihm fünf, der andere noch eine Ziege. Nach einigen Jahren starb der jüngste. In der Zwischenzeit hatten sich seine Ziegen beträchtlich vermehrt und so besaß er bei seinem Tode 132 Ziegen. Auch die Ziegen der Brüder hatten — im Gegensatz zum verstorbenen Hirten — eifrig Nachkommen gezeugt. So besaß der Schmied nun 50, der andere 10 Ziegen. Die beiden Brüder beschlossen ihr Stresslevel zu erhöhen und kamen überein, sich über das Erbe zu streiten. Wer sollte die 132 Ziegen erhalten? Da die Mutter von den ungelösten Streitereien recht bald genervt war (und sich die 132 Ziegen zwischenzeitlich in ihrem Garten stapelten), schickte sie die beiden Brüder zur Dorfversammlung, die über den Zwist beratschlagen sollten. Was ist gerecht? Wer kriegt wie viel? Alle, die das wissen wollen, dürfen sich den verlinkten Podcast anhören und dabei etwas über Gerechtigkeit, Mediation und Konfliktlösung lernen.
  • Auf der Devoxx hab ich Interstellar gesehen. Ein mutiger Film, der typisch beginnt, dann philosophisch wird, letztenendes dann aber doch den Schwanz einkneift und ein Hollywood-Ende draufpackt. Interessant sind hier neben den philosophischen Bezügen, diverse Reminiszenzen auf andere Filme. Zum einen eine optische auf Inception (ebenfalls von Christopher Nolan), zum anderen unverkennbar diverse Bezüge zu 2001: Odysse im Weltraum. Nun bin ich kein sonderlicher Fan von Kubrick-Filmen, aber 2001 ist wirklich ein Klassiker und im speziellen einer, der für Interstellar unverkennbar Pate gestanden hat. Die Wikipedia listet sogar noch mehr anklänge und Inspirationen. Trotzdem ist Interstellar nicht „Kopie“ oder gar „Abklatsch“ zu nennen. Er findet durchaus einen eigenen Weg und ist wirklich sehenswert.

Software-Entwicklung

  • … heute mal nichts …

Abartig Großes

  • Wenn ich letztens ja schon mal über abartig große Zahlen philosophiert habe, muss ich auch nochmal Borges erwähnen. Vor vier Jahren hatte ich ja schonmal auf die großartige Erzählung Die Bibliothek von Babel (w) verwiesen. 2^1024 ist ja schon unvorstellbar viel. Gegen die Bibliothek von Babel ist das aber auch wieder nur lachhaft wenig. Der Text „Die Bibliothek und Gödel“ zeigt das anschaulich: „[U]nser gesamtes Universum ist fast zwei Millionen Größenordnungen kleiner als die Bibliothek. Nein, Augenblick – die Betonung muss anders lauten: unser gesamtes Universum ist fast zwei Millionen Größenordnungen kleiner als die Bibliothek.“ Die Originalseite ist leider nicht mehr online. Aber archive.org hilft.
  • Das Sandbuch ist ebenso lesenswert.
  • Und wenn wir schon bei Unendlichem sind, kann ich gleich noch Hilberts Hotel erwähnen. Dort gibt es (abzählbar) unendlich viele Räume. Und selbst, wenn jeder Raum belegt ist, ist immer noch Platz.
  • Die Bibliothek von Babel ist abartig groß, aber endlich. Hilberts Hotel ist unendlich groß, aber abzählbar. Auch das Sandbuch ist vermutlich abzählbar (es gibt genauso viele natürliche wie rationale Zahlen). Aber es geht noch mehr: Die Menge der reellen Zahlen ist überabzählbar. Und geht es aber noch größer? Ja es geht. Dazu muss ich einen meiner Lieblings-Wikipedia-Artikel erwähnen: Surreale Zahl. Der Artikel ist etwas ungewöhnlich für einen Lexikon-Artikel. Liest sich aber sehr gut und ist (für jemanden, der ein bisschen was von Mathe versteht) sehr leicht zu verstehen und obendrein noch kurzweilig geschrieben. Wer sehen will wie man mit Zahlen größer unendlich rechnen kann und wissen will, wann Zahlen Geburtstag haben (kein Witz!), sollte den Artikel unbedingt lesen.

Anderes

  • Die Ig-Nobel-Preise sind wieder vergeben worden
  • Längst überfälliger Fernsehtipp: Die Anstalt. Herrliche Politsatiere. Als sich Ende letzten Jahres Urban Priol und Erwin Pelzig aus dem Format verabschiedeten und Max Uthoff und Claus von Wagner übernahmen, war ich zuerst skeptisch, ob die Anstalt weiterhin so gut bleiben würde. Wie sich herausstellt, waren meine Befürchtungen absolut unbegründet. Gut wie eh und je. Absolute Empfehlung! Die September-Folge wird am nächsten Sonntag auf 3sat wiederholt und findet sich auch in der Mediathek.

Informatik

Anderes — Heute: Lustiges

  • Vor einiger Zeit ist es mir mal passiert, dass ich auf meiner Fernbedienung die falschen Tasten gedrückt hab. Und dann war da so Zeug. An der Aufmachung konnte man erkennen, dass es sich wohl um Sketche handeln sollte. Offensichtlich hatten die Macher aber vergessen, sie lustig zu machen. Mir ist dann eingefallen, dass mir sowas schonmal aufgefallen ist. Ich muss es aber verdrängt haben. Und auch jetzt kann ich mich nicht mehr erinnern, was es war, das sich da auf meinen Schirm verirrt hat. Ist wohl auch besser so. Nicht, dass ich etwas gegen Nonsens hätte. Aber wenn, dann bitte richtig. Einer, der Nonsens kann, ist Jan Philipp Zymny. Beispiele:

    Achtung! Kann Lachkrämpfe auslösen.

Informatik

  • Hab mir letztens Bootstrap angesehen. Und jQuery. Und ich muss sagen: Ich hab selten Frameworks gesehen, die so leicht zu lernen sind und so wenige Ecken haben. Echt hübsch.
  • Ich weiß wieder, warum ich PHP nicht mag. 1, 2
  • Es gibt Sprachen die sind weit verbreitet. Das heißt aber nicht, dass diese immer toll sind. Im Gegenteil. Ich hab eher den Eindruck, dass die am weitesten verbreiteten Sprachen maximal Durchschnittsniveau erreichen. Und dann entstehen Sprachen, die von diesen Sprachen dann die Ecken ausbügeln wollen. Groovy ist so ein Beispiel. Oder LESS. Letztens hab ich mir CoffeeScript angesehen. Auch ganz interessant.
  • JEE ohne Container: Dropwizard
  • Hübsche Doku für REST-Services: Swagger Sehr empfehlenswert obwohl es im Detail noch ein paar Ecken hat.
  • Wenn wir grad bei REST sind: HTTP-Entscheidungs-Diagramm. Etwas unübersichtlich, aber trotzdem hilfreich.
  • Und noch was zu REST: restapitutorial.com
  • Kontroverse Position: Delete All Unit Tests. Meine Meinung dazu: Nein. Konkreter: So mit das wichtigste, was ich in letzter Zeit über Unit Tests gelernt hab, ist, dass eine „Unit“ nicht notwendigerweise eine Klasse ist. Meistens eher nicht. Und wenn man das beherzigt, ist es auch gar nicht mehr so aufwendig die Tests zu pflegen.
  • Bisher noch nicht so extrem erlebt, aber trotzdem interessant: Why your previous developer was terrible
    And why your current one seems so amazing
  • It Is Possible to Do Object-Oriented Programming in Java: Schon wieder ein Vortrag über OOP? *gähn* Gähn? Wirklich?
    • Die drei Prinzipien der OOP: Ignoranz, Gleichgültigkeit und Egoismus.
    • Sprachen und Technologien, die sich besser für OOP eignen als Java: C, COM und JavaScript
    • Was Barbara Liskov wirklich sagen wollte
    • ==> Ein provokanter Titel, ein bisschen Bekanntes, einiges Lohnenswertes und ein paar gute Denkanstöße.
  • Defensive API Evolution With Java Interfaces: Unterm Strich sowas wie „API Evolution Patterns“.

Anderes

  • Eine hübsche junge Frau, Vollwaise, überfordert, zwielichtig, steht am Bahnhof. Eine andere hübsche junge Frau, wortlos, benebelt, äußerlich identisch zur ersten, wirft sich vor den Zug. Die erstgenannte schlüpft in die Rolle der nun toten. Und ab da wird die Sache kompliziert. Aktenkoffer, durchwühlte Hotelzimmer, die dubiosen Kollegen von der Polizei, die eigene Vergangenheit, die neue eigene Vergangenheit… Ach ja: Und da sind noch ein paar andere mit ebenfalls identischem Äußeren, aber nicht minder rätselhaften Motiven. Orphan Black hat etwas Besonderes. Eine intelligente Thrillerserie, die einem im Kopf bleibt.

Informatik

  • Tolles Eclipse-Plugin: Infinitest: Bei jeder Änderung werden im Hintergrund automatisch die betroffenen (und eben nur die) UnitTests ausgeführt. Man bekommt sofort Feedback. Manche mögen befürchten, dass das zur Performancebremse wird. Aber: Man kann konfigurieren, dass Integrationstests (und das sind ja die, die dauern) nicht ausgeführt werden. Wenn man seine UnitTests richtig schreibt, sind die i.d.R. performancetechnisch problemlos, zumal ja eh oft nur eine Test-Klasse betroffen ist.
  • Mockito ist im übrigen auch toll. Da kommt kein anderes Mocking-Framework ran, das ich bisher gesehen hab.

Anderes

  • Continuum: Eine low-budget SciFi-Serie. Vollständig zu sehen auf YouTube. Bisher 2 Staffeln à 9 Episoden zu je ca. 5 Minuten (ja, das ist kurz; low-budget eben). Das Ganze hat gute und weniger gute Stellen, aber es taugt ganz gut um sich die Zeit zu vertreiben. Da hat es schon viel schlechteres ins Fernsehen und Kino geschafft.
  • Eine Serie, die aus einer gänzlich anderen Richtung kommt, ist Under the Dome. Romanvorlage von Steven King, tonnenweise Spezialeffekte, etc. Eigentlich nicht so 100%ig mein Genre, aber die Serie ist wirklich gut. Worum geht es? Über der Kleinstadt Chester’s Mill erscheint urplötzlich eine unsichtbare, unüberwindliche, unzerstörbare Kuppel. Alle Einwohner sind eingeschlossen und niemand weiß, warum. Was unter der Kuppel in den folgenden Wochen und Monaten geschieht, wird wird aus Sicht von mehr oder weniger acht Personen erzählt. Das erzeugt einen dichten, abwechslungsreichen und spannenden Plot. Bei genauerer Überlegung wird man aber feststellen, dass die Idee eigentlich noch viel mehr Potenzial liefert. Dieses Potenzial bleibt ungenutzt, da die Handlung dann noch viel komplizierter würde. Es gibt eine Menge Charaktere, auch abseits der 8 (+-) Hautpersonen. Und eine Kleinstadt kann innerhalb von Wochen oder gar Monaten der Isolation auf *sehr* viele Dumme Gedanken kommen. Eigentlich würde ich für so ein Szenario mit viel mehr Chaos rechnen. Laut Wikipedia spielt im Roman die Handlung auch innerhalb von kaum mehr als einer Woche. Erst die Serie dehnt hier die Zeit. Außerdem ist in der Wikipedia zu lesen, dass wohl eine zweite Staffel geplant ist, die über das Buch hinaus gehen soll. Ob das eine gute Idee ist? Ich weiß nicht. Mal sehen. Ich bin gespannt.
  • Wenn wir gerade bei Serien sind: Doctor Who wird jetzt am 23. November 50 Jahre alt. Von der BBC geplant sind: Eine 75min-Jubiläumsfolge und eine 90min-Dokumentation.
  • Jessica Hische über Design, Lettering und Arbeit neben der Arbeit: Unterhaltsam, aufschlussreich und den Block übern Tellerrand wert.
  • Wie konjugiert sich eigentlich refactorn? In der Softwareentwicklung benutzen wir naturgemäß viele englische Fachbegriffe. Die Frage ist hier, wie man damit umgeht und das ist nicht ganz einfach. Das ist mit ein Grund, warum ich meine Masterarbeit auf Englisch geschrieben habe. Da stellt sich die Frage nach dem „Denglisch“ nicht. Man könnte jetzt einfach gnadenlos alles übersetzen. Man könnte also „umgestalten“ sagen. Mit dem Effekt, dass niemand weiß, wovon man redet. Manche deutsche Begriffe haben nicht eingebürgert und sind verständlich. „Bindung“ beispielsweise für „cohesion“. Oft ist das aber nicht der Fall. Wenn man den Begriff beibehalten will, muss man ihn dann aber mit deutscher Grammatik konjugieren, weil englische nicht funktioniert. „Wir sollten das refactor“ ist Müll. „Alice refactors den Code“ auch. Also konjugieren wir deutsch: Ich refactor(e), du refactorst, er/sie/es refactort, wir refactor(e)n, ihr refactort, sie refactor(e)n. Was man häufig liest ist sowas wie „Sie refactored den Code“. Und ich muss zugeben, dass ich sowas auch schon gemacht habe. Es erscheint intuitiv, da wir die Form „refactored“ kennen und etwas schreiben wollen, das sich genauso anhört. Grammatikalisch ist das aber unsinnig. Sobald man darüber nachdenkt (was ich gerade mal getan habe), merkt man, dass es „refactort“ heißen muss. So werde ich das in Zukunft also schreiben.
  • Die Ig-Nobelpreise sind wieder verliehen worden. Unter den diesjährigen Preisträgern: „Alberto Minetti, Yuri Ivanenko, Germana Cappellini, Nadia Dominici, and Francesco Lacquaniti, for discovering that some people would be physically capable of running across the surface of a pond — if those people and that pond were on the moon.“

Ich hab was ausgebrütet… in den letzten… Monaten. Aber davon muss ich wann anders erzählen. Jetzt erstmal wieder bunt gemischt ein paar blaue Links, die sich so in den letzten Monaten angesammelt haben:

Informatik

  • Lustiger Artikel über Frameworks und die Stilblüten, die sie treiben: Why I Hate Frameworks — leider nur zu wahr, manchmal. Wobei ich nicht sagen würde, dass Frameworks generell schlecht wären. Im Gegenteil. Aber ohne Frage existiert dieser Effekt und er ist nicht zu unterschätzen.
  • Mal wieder ein interessanter Artikel von Joel Spolsky: Fife Worlds. Spolsky kategorisiert darin Softwareentwicklung in die Bereiche Shrinkwrap, Internal, Embedded, Games und Throwaway. Dass „Embedded“ ein eigener, ganz anderes funktionierender Bereich ist, war mir schon lange bewusst. Throwaway ist intuitiv ebenfalls klar. Die anderen Kategorien bzw. eher die Unterschiede kannte ich schon aus anderen von seinen Artikeln. Hier ist es aber nochmal schön zusammengefasst und auf den Punkt gebracht. Warum sollte man den Artikel lesen? Weil er hilft, Aussagen über die Softwareentwicklung einzuordnen.
  • Management Brainfucks — eine tolle Präsentation zum Thema „klingt komisch, is aber so“.
  • Wie verwendet man GetHashCode eigentlich richtig? Ist xor hier wirklich ein Patentrezept? Worauf muss man achten? Hier drei Links dazu: 1, 2, 3

Anderes

  • Wer eine CAD-Software für Innenraumausstattung sucht, dem kann ich SweetHome3D empfehlen.
  • Momentan Montags um 20:15 Uhr auf 3Sat: Pufpaffs Happy Hour: Kleinkunst-Kabarett-Comedy-Mischmasch — sehenswert.
  • Das Kabinett des Doktor Parnassus: Wer was für ein wenig surrealistische Filme übrig hat, sollte sich den unbedingt ansehen.
  • Apropos Doktor: Doctor Who wird dieses Jahr übrigens 50. Im November wirds ne Jubiläumsfolge geben.
  • Eigentlich wollte ich in nem ganzen Blogpost „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ empfehlen. Ein tolles Buch. Der Blogpost ist bisher nur halb fertig. Wird irgendwann nachgereicht.

Eigentlich hab ich noch mehr zu erzählen. Der Rest kommt ein andermal…