Gefangen, nicht gefunden! #27

Informatik

  • Tolles Eclipse-Plugin: Infinitest: Bei jeder Änderung werden im Hintergrund automatisch die betroffenen (und eben nur die) UnitTests ausgeführt. Man bekommt sofort Feedback. Manche mögen befürchten, dass das zur Performancebremse wird. Aber: Man kann konfigurieren, dass Integrationstests (und das sind ja die, die dauern) nicht ausgeführt werden. Wenn man seine UnitTests richtig schreibt, sind die i.d.R. performancetechnisch problemlos, zumal ja eh oft nur eine Test-Klasse betroffen ist.
  • Mockito ist im übrigen auch toll. Da kommt kein anderes Mocking-Framework ran, das ich bisher gesehen hab.

Anderes

  • Continuum: Eine low-budget SciFi-Serie. Vollständig zu sehen auf YouTube. Bisher 2 Staffeln à 9 Episoden zu je ca. 5 Minuten (ja, das ist kurz; low-budget eben). Das Ganze hat gute und weniger gute Stellen, aber es taugt ganz gut um sich die Zeit zu vertreiben. Da hat es schon viel schlechteres ins Fernsehen und Kino geschafft.
  • Eine Serie, die aus einer gänzlich anderen Richtung kommt, ist Under the Dome. Romanvorlage von Steven King, tonnenweise Spezialeffekte, etc. Eigentlich nicht so 100%ig mein Genre, aber die Serie ist wirklich gut. Worum geht es? Über der Kleinstadt Chester’s Mill erscheint urplötzlich eine unsichtbare, unüberwindliche, unzerstörbare Kuppel. Alle Einwohner sind eingeschlossen und niemand weiß, warum. Was unter der Kuppel in den folgenden Wochen und Monaten geschieht, wird wird aus Sicht von mehr oder weniger acht Personen erzählt. Das erzeugt einen dichten, abwechslungsreichen und spannenden Plot. Bei genauerer Überlegung wird man aber feststellen, dass die Idee eigentlich noch viel mehr Potenzial liefert. Dieses Potenzial bleibt ungenutzt, da die Handlung dann noch viel komplizierter würde. Es gibt eine Menge Charaktere, auch abseits der 8 (+-) Hautpersonen. Und eine Kleinstadt kann innerhalb von Wochen oder gar Monaten der Isolation auf *sehr* viele Dumme Gedanken kommen. Eigentlich würde ich für so ein Szenario mit viel mehr Chaos rechnen. Laut Wikipedia spielt im Roman die Handlung auch innerhalb von kaum mehr als einer Woche. Erst die Serie dehnt hier die Zeit. Außerdem ist in der Wikipedia zu lesen, dass wohl eine zweite Staffel geplant ist, die über das Buch hinaus gehen soll. Ob das eine gute Idee ist? Ich weiß nicht. Mal sehen. Ich bin gespannt.
  • Wenn wir gerade bei Serien sind: Doctor Who wird jetzt am 23. November 50 Jahre alt. Von der BBC geplant sind: Eine 75min-Jubiläumsfolge und eine 90min-Dokumentation.
  • Jessica Hische über Design, Lettering und Arbeit neben der Arbeit: Unterhaltsam, aufschlussreich und den Block übern Tellerrand wert.
  • Wie konjugiert sich eigentlich refactorn? In der Softwareentwicklung benutzen wir naturgemäß viele englische Fachbegriffe. Die Frage ist hier, wie man damit umgeht und das ist nicht ganz einfach. Das ist mit ein Grund, warum ich meine Masterarbeit auf Englisch geschrieben habe. Da stellt sich die Frage nach dem „Denglisch“ nicht. Man könnte jetzt einfach gnadenlos alles übersetzen. Man könnte also „umgestalten“ sagen. Mit dem Effekt, dass niemand weiß, wovon man redet. Manche deutsche Begriffe haben nicht eingebürgert und sind verständlich. „Bindung“ beispielsweise für „cohesion“. Oft ist das aber nicht der Fall. Wenn man den Begriff beibehalten will, muss man ihn dann aber mit deutscher Grammatik konjugieren, weil englische nicht funktioniert. „Wir sollten das refactor“ ist Müll. „Alice refactors den Code“ auch. Also konjugieren wir deutsch: Ich refactor(e), du refactorst, er/sie/es refactort, wir refactor(e)n, ihr refactort, sie refactor(e)n. Was man häufig liest ist sowas wie „Sie refactored den Code“. Und ich muss zugeben, dass ich sowas auch schon gemacht habe. Es erscheint intuitiv, da wir die Form „refactored“ kennen und etwas schreiben wollen, das sich genauso anhört. Grammatikalisch ist das aber unsinnig. Sobald man darüber nachdenkt (was ich gerade mal getan habe), merkt man, dass es „refactort“ heißen muss. So werde ich das in Zukunft also schreiben.
  • Die Ig-Nobelpreise sind wieder verliehen worden. Unter den diesjährigen Preisträgern: „Alberto Minetti, Yuri Ivanenko, Germana Cappellini, Nadia Dominici, and Francesco Lacquaniti, for discovering that some people would be physically capable of running across the surface of a pond — if those people and that pond were on the moon.“

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