Kategorie: Anderes

Wie behandelt man eigentlich Akkus?

Die Frage hab ich mir grad letztens mal wieder gestellt. Man will ja die Lebensdauer seiner Akkus nicht unnötig verkürzen. Dass es den berüchtigten Memory-Effekt bei den aktuellen Lithium-Akkus nicht mehr gibt, ist ja mehr oder weniger bekannt. Was aber nun wirklich zu beachten ist, ist gar nicht so leicht heraus zu finden. Im Netz findet man teilweise widersprüchliche Informationen. Auch kann sich durch den technischen Fortschritt so einiges geändert haben (und so wie ich das sehe, hat es das auch). So findet man massig Material aus zweifelhaften Quellen und weiß hinterher nicht mehr so richtig, was man denken soll. Und weils so schön ist, spendiere ich dem Netz eine weitere fragwürdige Quelle. ;-)

Hier erstmal zwei Links, die vielleicht ganz interessant sind:

Folgendes meine ich, herausgefunden zu haben: weiter lesen »

“Daemon” und “Darknet”

“Wie ich sehe, sind Sie mit den Mordfällen Pavlos und Singh befasst. Um Ihnen unnötigen Aufwand zu ersparen, sage ich Ihnen: Ich habe beide getötet. Warum, werden Sie bald erfahren. Allerdings haben Sie ein Problem. Sie können mich nicht verhaften. Sie können mich nicht aufhalten. Denn ich bin tot.”

Vor einiger Zeit habe ich Neuromancer von William Gibson gelesen. Ein bekanntes, viel gelobtes Buch. Und um ehrlich zu sein, war ich enttäuscht. Mal davon abgesehen, dass es manchmal unnötig schwer zu verstehen ist und wirr erscheint (insbesondere am Anfang; wird später besser; so richtig in Fahrt kommt die Geschichte aber nie), ist dort alles, was Technik betrifft… merkwürdig bzw. unrealistisch. Gut, das Buch stammt aus den 80er Jahren, aber dennoch: Mir hat das Buch nicht sonderlich gefallen udn so hab ich die beiden Folgebände gar nicht erst gelesen.

Ganz anders ist es mit dem, was ich jetzt gelsen habe: Daemon und Darknet von Daniel Suarez. Suarez ist Softwareentwickler und das merkt man. Technisch gesehen hat das, was er schreibt, im Großen und Ganzen Hand und Fuß. Und für einen Informatik-Studenten ist es ausgesprochen angenehm, wenn man einen Roman liest, in dem Begriffe wie “IP-Adresse”, “Formatstring-Hack” und “Quellcode” in einem technisch nachvollziehbaren Zusammenhang stehen. Man kann die Bücher auch lesen ohne diese Begriffe zu verstenen. Wenn man sie aber kennt und sieht, dass sie richtig verwendet werden, ist der Roman nochmal so gut. Auch die deutsche Übersetzung macht das nicht kaputt (im Gegensatz zu Fachliteratur lese ich Romane lieber in der deutschen Übersetzung). Es gibt zwar ein paar Stellen, bei denen ich vermute, dass die Übersetzung etwas Merkwürdiges gemacht hat. Das ist eindeutig im Rahmen und tut dem Lesegenuss keinen Abbruch.

Nun, worum gehts? Matthew Sobol ist Chef einer großen Computerspielefirma. Und er ist totsterbenskrank. Er leidet an einer Krankheit, an der er langsam aber sicher stirbt. Kurz nachdem aber die Meldung über seinen Tod durch die Medien geht, geschehen merkwürdige Dinge. Der Daemon, eine verteilte KI, die Sobol auf Basis seiner Computerspiele entwickelt hat, erwacht zum Leben und verfolgt düstere Pläne. Der Daemon wirbt Leute an, begeht Morde und infiltriert Firmennetze. Der Daemon übernimmt die Welt. Und gewisse Leute versuchen das zu verhindern.

Das hört sich ziemlich nach schwarz/weiß-Malerei mit vorhersehbarem Plot an, aber genau das ist es nicht. überhaupt nicht. Diverse Plot Points erzeugen nicht nur Spannung, sondern weichen auch die zu Anfang scheinbar noch herrschende schwarz/weiß- bzw. gut/böse-Trennung auf.

Wie von einem Thriller kaum anders zu erwarten, gehen massenweise Autos kaputt und an Toten mangelt es auch nicht. Und wie von Science-Fiction zu erwarten gibt es immer mal wieder (oder andauernd) Technik die so (noch) nicht existiert. Aber Daemon ist mehr als nur ein Thriller mit starkem Technikanteil. Manche Teile lesen sich wie ein Computerspiel, andere sind in hohem Maße gesellschaftskritisch. Es ist ein intelligenter Roman, der nachdenklich stimmt. Gerade auch, weil er sehr real wirkt. Viel tennt uns nicht von der Welt des Romans — sowohl gesellschaftlich als auch technologisch.

Ich könnte jetzt noch in den Krümeln suchen. Ich könnte erklären, was technisch so nicht funktioniert (z.B. das Portieren einer Computerspiel-Auto-KI auf ein richtiges Auto) und warum die Features des Daemon übertrieben gut sind und kaum Bugs zu haben scheint. Oder ich könnte mich fragen, warum sich ein hochgradig verteiltes System zumindest an einer Stelle (kurz vor Schluss) wie ein zentralisiertes zu verhalten scheint. Ich könnte auch aufzählen, welche Kleinigkeiten man meiner Meinung nach an der Geschichte verbessern könnte. Das würde dem Roman aber nicht gerecht. Im Vergleich zu dem, was andere Romanschreiber fabrizieren, ist das lächerlicher Kleinkram. “Daemon” ist ein guter Roman. Die Geschichte erschafft im wahrsten Sinne des Wortes eine eigene Welt; sie ist spannend, gut erzählt und regt sogar zum Nachdenken an.

Kurz: Ein intelligenter Roman, der mir viel Spaß gemacht hat.

Delphi-Tage 2011

Momentan komm ich nicht so ganz hinter dem her, was ich mir eigentlich vorgenommen hab. Hab zur Zeit ne Menge Arbeit und so ist hier im Blog in letzter Zeit kaum was Größeres gelandet. Auch wenn ich dazu schon diverse Ideen und halbfertige Erzeugnisse hab.

Gestern bin ich jedenfalls endlich mal dazu gekommen auf den Call for Papers für die Delphi-Tage 2011 zu antworten. Wenn also alles klappt, d.h. wenn die Organisatoren meinen Vortrag haben wollen, dann bin ich am 10. September also in Köln und werde was übers Bugs erzählen und wie man sie vermeiden kann.

Letztendlich wird das nix Weltbewegendes, keine Forschung, keine neuen Erkenntnisse, dafür aber wohl hoffentlich brauchbare Praxis. Es wird da wohl nen größeren Teil über Exceptions und Assertions geben und wieder ein paar von meinen heißgeliebten Daumenregeln.

Alle Delphianer können sich also mal den 10. September rot im Kalender anstreichen. Ob um mir zu zu hören oder um mir aus dem Weg zu gehen, darf jeder selber entscheiden. ;-)

Aber warten wir erstmal ab, ob mein Vortrag überhaupt genommen wird. Da ist noch lang nix entschieden.

xkcd mal philosophisch

Trapped

Socrates could've saved himself a lot of trouble if he'd just brought a flashlight, tranquilizer gun, and a bunch of rescue harnesses.


Comic CC-BY-NC 2.5 by Randall Munroe

Zum Hintergrund:

Delphi-Tage 2010

Die Delphi-Tage 2010 sind vorbei und ich bin wieder gut zu Hause gelandet. Hier mal ein kurzer Bericht.

Freitag

Der Freitag begann bei mir mit unfreiwilligem Frühsport in Frankfurt. Da der Zug von Mainz nach Frankfurt Verspätung hatte, musste ich zu meinem ICE rennen. Hab ihn aber gerade noch erreicht. Eine viertel Stunde später blieb dieser dann aber auch schon in Hanau stehen… wegen einer technischen “Störung”. Die Störung konnte nicht behoben werden und so war für diesen Zug erstmal Endstation in Hanau. Also eine Stunde auf den (überfüllten) Ersatzzug warten, der dann auch nochmal ne halbe Stunde Verspätung einsammelte. Am frühen Freitag Nachmittag bin ich dann aber doch noch – totz der Bahn – in Berlin angekommen.

Nachmittags habe ich mir dann die Gedächtniskirche (sehr sehenswert!) und das neue Regierungsviertel angesehen und abends gings dann aufs Schiff.

Samstag

Am Samstag war dann die eigentliche Hauptveranstaltung. Die Keynote von David I. und die anschießende Präsentation der neuen Features von Delphi XE durch Matthias Eissing, Daniel Magin und Daniel Wolf brachte IMHO keine besonders aufregenden neuen Infos. Ein 64bit-Kompiler wurde vorgeführt “Ja wir arbeiten wirklich daran” und die in Delphi XE integrierten Plugins wurden vorgestellt. Mein Eindruck von Delphi XE: Wenn man es für erwähnenswert hält, dass es nun einen neuen Button gibt, der es erlaubt, das Programm auch ohne Debugger zu starten, zeugt das nicht unbedingt von großen Fortschritten…

Nach der Kaffeepause war dann auch schon ich mit meinem Vortrag an der Reihe. Dazu gibts später nochmal nen gesonderten Blog-Post und wie versprochen auch die Folien zum Download.

Dann war auch schon das Mittagessen angesagt. Danach stellten “Daniel und Daniel” in “Pimp Up Delphi – Die besten Tools für Delphi” verschiedene IDE-Erweiterungen vor. Besonders interessant fand ich da MadExcept, sowie die Analysewerkzeuge.

Ebenfalls interessant war Arvid Winkelsdorfs Session “OOP-basierte HTTP-Server mit INDY”. Ich hab bisher nicht viel mit Indy gemacht und so hab ich mal wieder einen kleinen Einblick bekommen. Aufgrund von echten und vermeintlichen Zeitbeschränkungen konnte leider nicht allzu sehr auf die saubere Herangehensweise eingegangen werden, die ja das eigentliche Thema darstellte. Trotzdem ein lohnenswerter Vortrag.

Mal sehen, vielleicht stellen ja auch noch die anderen Referenten ihre Folien und Codebeispiele online. “Online-Updates mit Delphi” hab ich beispielsweise nicht sehen können, weil der parallel zu meinem Vortrag war. Schade, aber man kann sich natürlich nicht zweiteilen. Kollisionen sind eben unvermeidlich.

Die Organisation hat gut geklappt und die Verpflegung war auch gut (insbesondere der Nachtisch). Nur könnte man das nächstes Jahr vielleicht etwas mehr auseinander ziehen. Für den Kuchen um drei Uhr hatte ich definitiv keinen Platz mehr im Magen. Vielleicht besser nächstes Jahr die erste Kaffeepause und das Mittagessen jeweils etwas vorziehen.

Resümee

Die Delphi-Tage waren wieder ausgesprochen interessant. Wieder eine gute Mischung aus Fachvorträgen und Community-Event. Wenn möglich werde ich nächstes Jahr also natürlich wieder mit dabei sein. Allein schon um die ganzen Leute aus den Foren mal (wieder) zu sehen und nicht nur zu lesen.

Bilder

Bilder hab ich ein paar gemacht, allerdings merke ich mal, wieder, dass ich von Fotografie keine Ahnung habe und so sind keine besonderen Kunstwerke entstanden. Das, was noch einigermaßen vorzeigbar ist, hab ich mal hier eingefügt.

Dancing Auschwitz

Ich betreibe hier ein Blog über “Informatik und Anderes”. Das Andere kommt dabei meist etwas kurz. Hier also mal etwas, das so überhaupt nichts mit Informatik zu tun hat: In einem Beitrag von Kulturzeit wurde ein eigenwilliges Kunstprojekt vorgestellt: Dancing Auschwitz. Eine Kunstaktion, wie sie nur ein Holocaust-Überlebender machen kann.

Der 89-Jährige Adam Kohn tanzt mit seinen Enkeln in Auschwitz und anderen Konzentrationslagern auf “I Will Survive”. Von der Aktion gibts ein Video auf YouTube. Das Video ist beeindruckend. Man sieht es lachend und weinend.

Manche mögen es als Provokation sehen. Manche mögen fehlenden Respekt vor den Opfern vermuten. Andere sehen vielleicht eine Art Racheakt, einen Triumphzug.

Ich sehe darin nicht den freudigen Triumph, sondern vielmehr die triumphierende Freude. Also nicht “Ich habs überlebt! (Und andere nicht.)”, sondern “Wir alle sind froh, dass diese schreckliche Zeit vorbei ist – möge sie niemals wieder kehren!”

Ich war einige Jahre in einer Jugendgruppe, der “Geschichtswerkstatt”, aktiv, in der wir u.a. die Nazizeit in meinem Heimatort aufgearbeitet haben. So etwas haben wir aber nicht annähernd geschafft, nicht schaffen können. So etwas kann wohl nur ein Holocaust-Überlebender.

Gedenken ist wichtig, aber die Frage nach einem zeitgemäßen Gedenken stellt sich natürlich. Wie aber sieht ein angemessenes Gedenken an etwas aus, das drei Generationen hinter mir liegt? Ich habe da auch keine abschließende Antwort, aber vielleicht ist es wie mit der Trauerbewältigung: Irgendwann muss der Schritt von der Trauer zur Erinnerung stattfinden.

Meine Antwort kann nicht so aussehen wie die von Kohn. Seine Antwort finde ich aber absolut faszinierend. Vielleicht aber schaffen wir es ja, uns ein wenig mit ihm zu freuen…

Delphi-Tage 2010

Am 17./18. September sind wieder Delphi-Tage. Ich werde wohl auch wieder dabei sein. Die Mischung aus Community-Event und Fachvorträgen machen die Delphi-Tage jedes Jahr zu etwas Besonderem. Man sieht die ganzen Leute aus dem Forum mal nicht nur als Produzenten von Foren-Posts und man geht garantiert auch nicht dümmer nach Hause.

In den letzten beiden Jahren (Günzburg und Hamburg) war ich dabei und werde auch dieses Jahr wieder dabei sein. Und diesmal vermutlich auch als Referent. Und apropos Referent: Alle, die ebenfalls Lust haben, einen Vortrag zu halten, sind herzlich dazu eingeladen. ==> Call for Papers Es werden noch ein paar Referenten gesucht, also meldet euch…

Kleine Änderung im Tutorials-Tutorial

Und wieder gibts eine kleine Änderung meines [post="tutorials-schreiben" text="Tutorials-Tutorial"]. Heute morgen is mir aufgefallen, dass ich gar nicht erwähnt hab, dass auch bei Grundlagen-Tutorials Aufgaben und Verständnisfragen am Ende eines Kapitels sinnvoll sind. Das hab ich jetzt nachgeholt.

Tutorialschreiber-Checkliste

Ich hab kurzerhand mal mein [post="tutorials-schreiben" text="Tutorials-Tutorial"] ein bisschen erweitert. Die größte Veränderung ist eine Checkliste am Ende, die nochmal das Wichtigste zusammenfasst.

Tutorials schreiben

Download: Tutorials schreiben (Größe: 257.41 KB; bisher 276 mal heruntergeladen)

Überblick

Es ist jetzt mittlerweile fast drei Jahre her, dass ich angefangen habe, Tutorials zu schreiben. Seit dem habe ich einiges gelernt. Insbesondere auch dadurch, dass ich mittlerweile fast schon regelmäßig fremde Tutorials korrekturlese. Dabei sind mir einige Dinge aufgefallen, die ich nun hier zusammenfassen möchte. Auch wenn ich meine eigenen bisherigen Tutorials wieder lese, so fällt mir einiges auf, das ich mittlerweile anders machen würde und bei so mancher Formulierung muss ich heute über meine damaligen Texte schmunzeln. Wer Lust hat, kann ja mal nach der Lektüre dieses Tutorials meine bisherigen Texte nach Fehlern und Verbesserungsmöglichkeiten durchsuchen. Es finden sich da so einige…

Ich kann nicht behaupten, dass ich eine besondere Qualifikation für so ein Tutorial vorweisen kann. Ich habe weder etwas dahingehendes studiert, noch Sekundärliteratur zum Thema gelesen. Das, was ich hier beschreibe, stützt sich ausschließlich auf meine “Erfahrungen” mit eigenen und fremden Tutorials und ich denke, ich hätte den ein oder anderen Fehler nicht begangen, wenn mir jemand gesagt hatte, was man besser nicht macht. Nichtsdestotrotz bleibt es natürlich jedem selbst überlassen, was er von meinen Tipps hält. Kommentare jeglicher Art sind herzlich willkommen.

Dieses Tutorial richtet sich somit an alle, die gerne selbst mal ein Tutorial schreiben möchten. Hauptsächlich geht es hier um Programmier-Tutorials, jedoch gilt vieles von dem hier vorgestellten für jegliche Art Tutorial.
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