Gefangen, nicht gefunden! #32

Softwareentwicklung

  • Letzte Woche war ich auf der Devoxx und das Essen dort war echt nicht gut. Der Rest dafür umso mehr.
  • Die Vorträge der Devoxx 2013; mal sehen, ob und wann die diesjährigen Vorträge online gehen.
  • Warum hab ich eigentlich immer noch nicht mit Java 8 rumgespielt?
  • Mitunter stößt man ja auf Webseiten mit echt gruseligem Webdesign. Man ist dann schnell dabei, zu behaupten, dass das aussähe wie in den 90ern. Tut es nicht. Wirklich nicht. Wirklich, wirklich, wirklich nicht. Das hat mir einer der Vorträge auf der Devoxx nochmal vor Augen geführt. Denn in den 90ern sahen die Webseiten so aus.
  • Gradle scheint echt einen Blick wert zu sein. Muss ich mir bei Gelegenheit mal angucken. Könnte eine echte Alternative zu Maven sein. Auf dem Devoxx-Vortrag wurde insbesondere die Mächtigkeit des Modells ins Feld geführt. Man kann damit deutlich mehr machen als mit Maven. Unterschiedliche Varianten (für x86 und ARM, als freie und als kostenpflichtige Version, etc.) und dann auch leicht Plugins schreiben, die sowas prüfen wie „sind in der freien Version auch nur Dependencies verwendet, die unter einer freien Lizenz stehen?“ Das Modell gibt das ganz einfach her. Quasi das Maven Enforcer Plugin in einfach und mächtig. Nun braucht nicht jeder unterschiedliche Buildvarianten (und wenn möglich sollte man die eh vermeiden), aber es gibt einen weiteren Grund, der mir erwähnenswert erscheint. Maven Poms werden mitunter recht unübersichtlich. Die Syntax ist recht… textintensiv. Das ist bei Gradle anders. In der auf Groovy aufbauenden DSL hat man Möglichkeiten, Übersicht zu schaffen. Das allein wäre für mich schon Grund, mir das anzugucken.
  • »Ein Schüler kam zu seinem Meister. Er wartete lange, bis der Meister aus seiner tiefen Meditation aufgetaucht war und seinen Blick vom Minesweeper-Bildschirm gelöst hatte. „Meister“, fragte er dann,“ kann ein Programm feststellen, ob der Computer, auf dem es läuft, mit dem Internet verbunden ist?“.« So beginnt eine lustige Erzählung von Marian Aldenhövel über Türstopper, Tischgrills, Sonnenblumen und warum man nicht rausfinden kann, ob man online ist. Die Geschichte trägt den Titel „Dojo 1“ und als ich vor anderthalb Ewigkeiten über die Geschichte gestolpert bin, hab ich mich gefragt, ob es auch eine Geschichte „Dojo 2“ gibt. Ich hätte zu gerne mehr so Zeug gelesen. Aber mehr gab es nicht. Keine Pseudo-Zen-Meister, die ihren Schülern die Erleuchtung bringen außer diese eine Geschichte „Dojo 1“. Schade. Einer der lustigsten Talks auf der Devoxx war „The Codeless Code“ von Martijn Verburg. Und da war es wieder. Weise Zen-Meister, die in unterhaltsamen Geschichten ihre Schüler erleuchten. Keine sonderlich neuen Erkenntnisse und in manchen Fällen war ich auch durchaus anderer Meinung. Trotzdem: Ich hab mich prächtig unterhalten. Und das beste: Es gibt eine Website dazu: thecodelesscode.com

Anderes

  • Ein Schmied, ein Lastenträger und viele Schafe: In einem fernen Land lebten einmal drei Brüder. Der älteste war ein Schmied und besaß 30 Ziegen. Der mittlere war Lastträger und besaß drei Ziegen. Der jüngste schließlich sollte Hirte werden. Da dieser noch keine Ziegen hatte, bekam er von seinen Brüdern welche. Der älteste gab ihm fünf, der andere noch eine Ziege. Nach einigen Jahren starb der jüngste. In der Zwischenzeit hatten sich seine Ziegen beträchtlich vermehrt und so besaß er bei seinem Tode 132 Ziegen. Auch die Ziegen der Brüder hatten — im Gegensatz zum verstorbenen Hirten — eifrig Nachkommen gezeugt. So besaß der Schmied nun 50, der andere 10 Ziegen. Die beiden Brüder beschlossen ihr Stresslevel zu erhöhen und kamen überein, sich über das Erbe zu streiten. Wer sollte die 132 Ziegen erhalten? Da die Mutter von den ungelösten Streitereien recht bald genervt war (und sich die 132 Ziegen zwischenzeitlich in ihrem Garten stapelten), schickte sie die beiden Brüder zur Dorfversammlung, die über den Zwist beratschlagen sollten. Was ist gerecht? Wer kriegt wie viel? Alle, die das wissen wollen, dürfen sich den verlinkten Podcast anhören und dabei etwas über Gerechtigkeit, Mediation und Konfliktlösung lernen.
  • Auf der Devoxx hab ich Interstellar gesehen. Ein mutiger Film, der typisch beginnt, dann philosophisch wird, letztenendes dann aber doch den Schwanz einkneift und ein Hollywood-Ende draufpackt. Interessant sind hier neben den philosophischen Bezügen, diverse Reminiszenzen auf andere Filme. Zum einen eine optische auf Inception (ebenfalls von Christopher Nolan), zum anderen unverkennbar diverse Bezüge zu 2001: Odysse im Weltraum. Nun bin ich kein sonderlicher Fan von Kubrick-Filmen, aber 2001 ist wirklich ein Klassiker und im speziellen einer, der für Interstellar unverkennbar Pate gestanden hat. Die Wikipedia listet sogar noch mehr anklänge und Inspirationen. Trotzdem ist Interstellar nicht „Kopie“ oder gar „Abklatsch“ zu nennen. Er findet durchaus einen eigenen Weg und ist wirklich sehenswert.

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