Eiffel: Das Esperanto unter den Programmiersprachen
Ich gehöre zu denjenigen, die sich gerne immer mal wieder eine neue Programmiersprache ansehen. Nicht um in jeder dieser Programmiersprachen letztendlich auch produktiv zu arbeiten, aber um mal “übern Tellerrand zu gucken”.
Das Ganze ist nicht nur interessant, sondern hat auch den Vorteil, dass man sehr viel über unterschiedliche Herangehensweisen und Programmierkulturen erfährt. Die einzelnen Sprachen unterscheiden sich nicht nur in der Syntax, sondern auch in der Denkweise, wie Probleme gelöst bzw. Code geschrieben wird. Sowas ist manchmal augenöffnend und kann auch mal helfen, kreative Lösungen für schwierige Probleme zu finden, die man in “seiner” Programmiersprache hat.
Das heißt natürlich nicht, dass man anfangen sollte, die eigene Sprachkur zu missachten. Im Gegenteil: Manchmal ist es sinnvoller, eine schlechte, aber allseits bekannte Lösung zu verwenden, als eine elegante, die für andere Entwickler “fremdartig” wirkt. Code schreibt man i.d.R. ja nicht nur für sich selbst, sondern auch für die anderen Entwickler im Team, etc.
Aber für schwierige, nicht-alltägliche Probleme kann man auch mal eine kreative Lösung gebrauchen. Und dafür ist es ganz gut, wenn man mit anderen Sprachen und Programmierkulturen in Kontakt kommt. Außerdem ist es mit Programmiersprachkulturen ähnlich wie mit natürlichen Sprachen: Sie verändern und beeinflussen sich gegenseitig und das ist eine Bereicherung. [1]
Ich bin nicht der einzige, der so denkt. In “The Pragmatic Programmer” [2] geben Andy Hunt und Dave Thomas den Rat: “Learn at least one new language every year.” Und da komm ich sogar in etwa hin. Die meisten davon kann ich nicht (mehr) wirklich gut. Wirklich produktiv einsetzen kann ich momentan davon nur ne Hand voll. Aber darum gehts ja auch nicht.
Nun, ich hab mich jetzt ein bisschen mit Eiffel beschäftigt. Aus Zeitgründen leider nur oberflächlich. So hab ich praktisch keinen echten Code geschrieben sondern nur Tutorials und Code gelesen. Das bedeutet natürlich, dass viel von der Syntax bald wieder verflogen sein wird. Aber wie gesagt: Darum gehts mir gar nicht.
Ich hab also einen Eindruck von Eiffel bekommen. Um jetzt mehr als ein Bauchgefühl vermitteln zu können, müsste ich wohl wirklich mal ein paar hundert Zeilen Code schreiben. Aber dafür hab ich momentan keine Zeit. Hier also nur mal ein erster Eindruck. weiter lesen »