Informatik
- Wie man einen Graph plottet
- Nächstes Frühjahr werd ich mit dem Studium fertig und stürz mich ins Berufsleben. Ich hoff dann mal, dass ich dann nicht sowas erleben muss: Joy of Programming: SNAFU — Situation Normal, All Fouled Up!. Bei Firmenkontaktmessen, Exkursionen und Co. ist es ja ganz sinnvoll, die Leute dort auszufragen, um nen Eindruck zu kriegen. Vielleicht sollte ich meinen Fragenkatalog erweitern, um solche Fälle zu erkennen. Hm…
- Letztens hat jemand behauptet, dass Joel Spolsky ja so konservativ wäre. Mal davon abgesehen, dass ich Leute kenne, die noch viel konservativer sind, wusste ich erstmal nicht so ganz, woran man das festmachen sollte. Und ich hab mich gefragt, ob ich auch so “konservativ” bin. Zumal ich seine Ansichten über Management gar nicht so konservativ finde. Letztens hab ich aber seinen Artikel How Microsoft Lost the API War gelesen. Und da seh ich manches denn doch etwas anders. Nicht in der Kernthese des Artikels: Dass es MS mittlerweile schwerer hat, weil SaaS und die Cloud immer wichtiger werden und iOS und Android auch Windows bedrohen, zeigt eigentlich, dass Spolsky schon vor 8 Jahren nicht ganz unrecht hatte mit der Entwicklung. Über weite Strecken erzählt er aber — durchaus lesenswert — von zwei Lagern bei MS. Die einen, die Rückwärtskompatibilität über alles stellen und die anderen, die gerne mal was Neues machen. Und er beklagt, dass letztere “gewonnen” haben. Seine Argumente sind nicht ganz falsch. Aber er unterschlägt, dass es auch immer wieder neue Produkte gibt und manchmal nur ein Bruch in der API wirklich Fortschritte bringt. Es ist kein Schwarz oder Weiß. Es ist immer eine Abwägungssache.
- Wenn wir schon dabei sind: Noch ein interessanter Text von Joel Spolsky: Getting Things Done When You’re Only a Grunt
- Wie schon erzählt, mache ich mir momentan so ein bisschen Gedanken darüber, wo ich nach meinem Studium hin will. Dass ich in die Softwareentwicklung will, steht fest. Dabei stellt sich für mich aber u.a. auch die Frage, ob ich lieber Standardsoftware oder Individualsoftware entwickeln will. Beides hat wohl seine Vor- und Nachteile. Außerdem frage ich mich, ob ich lieber plangetrieben oder lieber agil Software entwickeln will. Auch das hat seine Vor- und Nachteile und ich kann mir beides vorstellen. Bei den ganzen Überlegungen merke ich aber mal wieder: Der eigentliche Unterschied liegt in der Denkweise. Man kann auch einen klassischen Ansatz mit Scrum verbinden. Ob das Ergebnis dann “agil” ist, ist ne andere Frage, aber das heißt nicht, dass das Ergebnis schlecht wäre. Die Idee finde ich jedenfalls ganz interessant.
- Über Technical Debt bzw. techische Schulden hab ich ja schon des öfteren erwähnt. Ich finde das ist eine sehr hilfreiche Metapher. Eine detailliertere Taxonomie beschreibt Steve McConnell. Lesenswert. Und noch ein Artikel zu dem Thema: Understanding technical debt
- Wenn wir grad beim unsortierten Auflisten von Artikeln sind, die ich gelesen hab: Hier ist noch einer: Death by UML Fever. Ich mag die UML. Eigentlich. Man kann sie aber sehr unterschiedlich einsetzen. Der Artikel behandelt problematische Anwendungen der UML.
- Irgendjemand hier, der wissen will, wie und warum man Entwickler wird? Und wie man ein besserer wird? Vermutlich wissen das die meisten von euch schon. Egal. Hier ist trotzdem ein interessantes Video, das das veranschaulicht: So You Want to Be a Developer Part 1 und Part 2
- Wie ein paar Praktikanten innerhalb von 12 Wochen eine marktreife Software schreiben: Aardvark’d: 12 Weeks with Geeks
Anderes
- Ich war noch nie ein großer Comic-Leser. Was ich aber ganz gerne lese, sind Web-Comics wie xkcd. Randall Munroe, der Autor von xkcd, hat aber noch ein paar andere Projekte, die mitunter auch ganz interessant sind. Das neueste ist “what-if“. Dort gibt er physikalische Antworten auf hypothetische Fragen. Beispielsweise, was passieren würde, wenn man einen Baseball auf 90% der Lichtgeschwindigkeit beschleunigen könnte. Das Ergebnis liest ich überraschend und unterhaltsam.
- Momentan läuft ja The Amazing Spider-Man in den Kinos. Kurzreview hierzu: Ich war ganz gut unterhalten, aber viel mehr auch nicht. Die Story verschenkt einige Potenziale und ist ziemlich vorhersehbar linear. Schade. Außerdem dachte ich, dass 3D bei den Wolkenkratzer-Szenen beeindrucken sein müsste. Weit gefehlt: Durch die Bewegungsunschärfe verschwimmt der Hintergrund und der Effet verschwindet.
Informatik
- Continuous Delivery und Feature Branching
- Isotopp über Performancepeaks auf Websiten
- Warum Wiederverwendung nicht immer gut ist: Package Cutomization
- Comment Only What the Code Cannot Say. Kann ich so unterschreiben. (via)
- Beauty Is in Simplicity. Ja, das stimmt wohl. Nur fehlt mir irgendwo im Text, dass “einfach” nicht “kurz” heißt. Ein bekanntes Zitat lautet: “Bitte entschuldigen Sie den langen Brief, ich hatte keine Zeit, einen kurzen zu schreiben.” Es wird irgendwie wahlweise Blaise Pascal, Karl Marx, Mark Twain, Voltaire, Goethe oder sonstwem zugeschrieben. Egal wers war: Es ist was Wahres dran.
- Eine interessante Sichtweise auf Code Reviews. Hab das bisher so noch nicht gesehen. Muss ich mir noch ne Meinung drüber bilden.
- Versionsverwaltung ist wichtig und überaus praktisch. Und die Tools unterscheiden sich ein bisschen. Hier gibts ein Buch darüber und hier ein Heise-Developer-Artikel. Beides hab ich noch nicht gelesen. Muss ich noch nachholen.
- Industrieanlagen-Steuerungen ungeschützt im Netz. Ähm… irgendwie fällt mir kein Kommentar ein, der treffend beschreiben würde, wie ich darüber denke. Aber ich fürchte, wenn ich einen finden würde, könnte man ihn als Beleidigend empfinden…
Anderes
- Mein gut gefüllter Feedreader enthält unter anderem auch xkcd. Wer das nicht kennt, sollte sich das unbedingt ansehen. Nun sind die Comics leider nicht immer so einfach zu verstehen. Und auch ich muss zugeben, dass ich sie nicht immer verstehe. Oder zumindest nicht ganz. Abhilfe schafft da http://www.explainxkcd.com/
- Fertig gelesen: Niemalsland von Neil Gaiman. Der erste Urban-Fantasy-Roman, den ich gelesen hab. Ein sehr gutes Buch, das ruhig noch etwas länger hätte sein können. Direkte Folgebände gibt es leider auch nicht. Gaiman entwirft eine traumhafte Welt unter Londons Straßen. In U-Bahnhöfen, Schächten und Kanälen. Was ich an Romanen oder allgemein an Geschichten mag, ist, wenn sie einen mitnehmen in eine andere Welt, wenn diese Welt funktioniert und einen immer neue Details und womöglich Absonderlichkeiten entdecken lässt. Das ist hier definitiv der Fall. Über Kleinigkeiten kann man immer meckern, aber das hat das Buch hier nicht verdient. Also las ich das mal bleiben. BTW: Auf YouTube gibt es Ausschnitte aus der zugehörigen Fernsehserie. Das, was ich da gesehen hab ist schlecht. Wirkt auf den ersten Blick alles dilettantisch und hölzern. Ich linke besser nicht darauf. Das Buch ist um Welten besser und hat diese Probleme nicht.
- Jetzt lese ich Lechts oder Rinks ein Sachbuch, das erklären will, wie wir Fehler machen. Das Buch ist interessant geschrieben, auch wenn ich bisher noch nichts aus dem Inhalt für meinen Vortrag auf den Delphi-Tagen verwenden konnte. Aber vielleicht kommt das noch. Mal sehen.
Mein letzter Blogeintrag ist schon ne Weile her. Das liegt u.a. daran, dass ich ein vergleichsweise arbeitsreiches Semester hinter mir habe… und jetzt noch zwei Klausuren vor mir. Mit ein bisschen Glück gibts jetzt aber wieder etwas öfter was von mir zu lesen. In der Zwischenzeit haben sich eine Hand voll halb-fertige Artikel angesammelt. Ebenso wie einige interessante Links…
Informatik
- Mein Vortrag für die diesjährigen Delphi-Tage ist angenommen worden. Auf der “Agenda” steht was von “Was die OOP-Tutorials verschweigen”. Es geht grob gesagt darum, wie man objektorientiert denkt. Die Folien werde ich online stellen, wenn ich sie fertig habe.
- How Not To Sort By Average Rating. Ein interessanter Artikel über das richtige Sortieren von Bewertungen (via).
- Ich hab jetzt mal auf WordPress 3 aktualisiert. Ging überraschend reibungslos. So wie ich das sehe, gehen alle Plugins noch, obwohl die meisten davon nicht für die 3er-Version aktualisiert wurden. Eigentlich sollte das bei gutem Design ja normal sein. Eigentlich…
- Wer sich ein bisschen für Security interessiert, sollte sich vielleicht mal “Tatort Internet” ansehen. Bisher gibt schon 4 Folgen. Alle sind sehr interessant und kurzweilig geschrieben. Da sieht man mal wie Malware wirklich funktioniert. Wenn man mitkommen möchte, sollte man aber ein paar grundlegende Assemblerkenntnisse mitbringen.
- “software is like sewage pipes, I want it to work reliably and I don’t want to know about the details” (gefunden bei Martin Fowler). Das Bild passt auch ganz gut auf Module. Denn genau so funktioniert Kapselung (“I want it to work reliably”) und Information Hiding (“and I don’t want to know about the details”). Der Artikel ist übrigens auch ganz interessant.
- Ich finde ja Assertions sehr praktisch. Also wenn man sie richtig anwendet. Vor einiger Zeit hab ich dazu einen interessanten Artikel gelesen: Design by Contract and Unit Testing. Die Frage ist nämlich u.a. wie das mit Unit-Tests zusammenpasst. Es gibt da noch ne Menge dazu zu sagen. Da werde ich aber wohl separat mal dazu bloggen. Wenn ich hoffentlich bald mal dazu komme…
- Zehn Zentimeter: In diesem kurzen Blogpost erklärt Isotopp sehr schön, welchen Beschränkungen verteilte Systeme hinsichtlich der Performance ausgesetzt sind.
Anderes
- Nein, heute gibts nichts anderes…
Tags: Assertions, DBC, Delphi-Tage, Isotopp, Kapselung, Martin Fowler, OO, Security, Unit Testing, Wordpress
Gefangen, nicht gefunden! | Christian |
7. August 2010 15:49 |
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