Gefangen, nicht gefunden! #14

Informatik

  • Schon ewig alt und altbekannt, aber ich find den Text immer wieder klasse: Dojo
  • Eigentlich wollte ich darüber ein bisschen mehr schreiben, aber aus Zeitmangel hierzu nur so viel: Fluent Interfaces sind etwas Merkwürdiges. Es ist eine vollkommen andere Art und Weise, wie man Schnittstellen aufbaut. Auch Martin Fowler hat etwas dazu. Als ich zum ersten Mal von Fluent Interfaces gelesen hatte, fand ich die zwar ganz lustig, aber mehr Spielerei als ernst zu nehmende Alternative. Mittlerweile sehe ich das ein bisschen anders. Fluent Interfaces machen zwar die Implementierung – sofern man sie denn richtig machen will – meist deutlich komplizierter, die Benutzung aber einfacher. Und es heißt ja nicht umsonst eine Schnittstelle sollte sich nur schwer falsch, aber intuitiv richtig verwenden lassen. Damit sind Fluent Interfaces insbesondere für solche Fälle geeignet, bei denen Code nur selten verändert, aber häufig genutzt wird. Bei APIs, Frameworks und ähnlichem. Natürlich kommt das mal wieder auf den konkreten Anwendungsfall an. Letztens habe ich so einen gefunden. Und zwar bei Nick Hodges: THTMLWriter. Das ist eine Klasse mit der sich auf einfache Weise HTML-Ausgaben erzeugen lassen. Und für einen solchen Zweck eignen sich Fluent Interfaces (bzw. genauer gesagt Method Chaining) hervorragend.
  • Die Entwicklung von HTMLWriter geht munter voran und es lohnt sich, immer mal wieder vorbei zu schauen. So sind mittlerweile auch Interfaces dazu gekommen. Interfaces führen in Delphi immer noch ein Schattendasein. Durch die implizite Referenzzählung muss man die richtige Verwendung erstmal lernen. Leider ist das in Delphi nicht so einfach wie in Java oder C#. Dennoch könnten Interfaces wohl häufiger Verwendung finden. Wie das Beispiel hier zeigt, kann sich das wirklich lohnen.

Anderes

  • xkcd: Misconceptions
  • Philosophie ist etwas Tolles. Insbesondere die Erkenntnistheorie finde ich hochgradig interessant. Wenn man damit (beruflich) etwas anfangen könnte und Informatik nicht so interessant wäre, würde ich vielleicht Philosophie studieren. Unter anderem im Bereich der Logik gibt es zwischen Informatik und Philosophie sogar ein paar Überschneidungen. Interessant finde ich insbesondere die Tatsache, dass es verschiedene Logiken gibt. In manchen gelten bestimmte Regeln und in anderen gelten sie nicht. Das wirft natürlich die Frage auf, woher wir denn wissen, dass manche logische Schlussfolgerungen überhaupt gültig sind. Bis ich da aber einigermaßen durchblicke und mir eine Meinung gebildet habe, läuft noch viel Wasser den Rhein runter…

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