Enbugging — Was ich auf den Delphi-Tagen erzählen will

„Wenn Debugging der Vorgang ist, Fehler aus einem Programm zu entfernen, dann ist Programmierung der Vorgang, Fehler in ein Programm einzubauen.“ Und ich fürchte das stimmt. Debugging ist manchmal nervig, auf jeden Fall aber zeitaufwändig. Und dabei sind wir doch eigentlich selbst schuld: Mühelos bauen wir Fehler in unseren Code ein, damit wir diese dann wieder mit viel Mühe erkennen, lokalisieren und beheben können.

Schön wäre es doch, wenn wir die Fehler gar nicht erst einbauen würden. Wir tun das nicht bewusst. Man könnte das jetzt einfach als Nachlässigkeit oder „Versehen“ abtun, aber meistens ist es mehr: Wir erzeugen Bedingungen unter denen Bugs leicht entstehen. Wir tricksen und quasi selbst aus, indem wir unsere Programme so entwerfen, dass wir fast unausweichlich Bugs machen müssen, wenn wir nicht höllisch aufpassen. Uns ist das nicht immer bewusst, aber es ist so. Einige solche Bugschleudern hab ich selbst schon fabriziert.

Um dem zu begegnen gibt es IMHO drei Dinge, die wir tun können:

  1. Verstehen wie Code funktioniert, welche Probleme und Fallstricke existieren und welche Fehler man machen kann.
  2. Verstehen welche Fehler man persönlich macht.
  3. Bedingungen erzeugen, unter denen Bugs nicht so leicht entstehen oder zumindest schneller erkannt werden.

Das ist mehr oder weniger das, was ich auf den diesjährigen Delphi-Tagen in Köln erzählen will. Einen Vorgeschmack gibts schonmal hier: Enbugging-preview (804 Downloads)

Ich hab viel zu erzählen und weiß noch nicht ganz, ob ich davon noch etwas kürzen oder verändern muss. Deshalb erstmal nur das Kapitel zur Einführung. Den Rest gibts dann als finale Version nach oder kurz vor den Delphi-Tagen. Das, was ich hier zeige, ist zwar mit Abstand das langweiligste Kapitel, aber zumindest ist ein Inhaltsverzeichnis dabei, sodass man schonmal nen Eindruck gewinnen sollte, ob es sich lohnt, mir zu zu hören.

Alles in Allem werde ich nichts bahnbrechend Neues vorstellen. Das ist teilweise Erstsemester-Stoff [1], aber ich werde versuchen, aufzuzeigen, warum das wirklich praxisrelevant ist. Relevanter als ich das im ersten Semester erkannt hab. Es wird ne Menge Beispiele geben, die auch mit Abstand die meiste Arbeit gemacht haben und hoffentlich den ein oder anderen Aha-Effekt erzeugen. Mal sehen, ob mir das gelingt. Zumindest ist das mein Ziel.

Vorab kann ich schonmal sagen, dass ich den Titel geklaut hab. Und zwar von diesem sehr lesenswerten Artikel: The Art of Enbugging von Andy Hunt und Dave Thomas.

[1] OK, wirklich nur teilweise

2 Kommentare


  1. War ein sehr guter Vortrag und einer der Gründe warum ich die Delphi-Tage als sehr lohnenswerte Veranstaltung mitgenommen habe.

    Vielleicht wurde damit das Rad nicht komplett neu erfunden, aber es sind einige Interessante Gedankengänge bei mir haften geblieben. Würde mich freuen wenn es in dieser Richtung weitere Beiträge geben würde.


  2. War ein sehr guter Vortrag und einer der Gründe warum ich die Delphi-Tage als sehr lohnenswerte Veranstaltung mitgenommen habe.

    Danke. 🙂

    Würde mich freuen wenn es in dieser Richtung weitere Beiträge geben würde.

    Von Zeit zu Zeit landet so Zeug hier im Blog. Hab sogar schon das ein- oder andere auf meiner ToDo-Liste stehen. Jetzt muss ich nur noch dazu kommen, die auch abzuarbeiten… 😉

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