Gefangen, nicht gefunden! #25

Informatik

  • Ich hatte mich ja schonmal zu Robustheitsdiagrammen geäußert. Ich hab die bisher immer noch nicht ausprobiert, aber mir ist gerade klar geworden, warum ich skeptisch bin. Falsch angewendet scheinen sie zu einem Anemic Domain Model zu verleiten. Insbesondere dürfen Entity-Objekte ja eigentlich nicht miteinander kommunizieren. In einem richtigen Domänenmodell müsste dies aber sein.
  • The Clean Code Talks – Don’t Look For Things!: Interessante Einführung in Dependency Injection. Nur bei einer Sache bin ich anderer Meinung: Das Prüfen auf Null-Werte. Ich mache das häufig und setze zumindest ne Assertion rein. An Schichtengrenzen auch Exceptions. Ich möchte nicht, dass Fehler zu weit propagiert werden, bevor sie sich manifestieren. Das erschwert das Debugging unnötigerweise. Und trotz Unit-Tests sagt Murphy’s Law, dass irgendwann solche Fehler auftreten werden. Auch kann ich die genannten Vorteile nicht ganz nachvollziehen. Ja, man kann in Tests durch Übergabe von null klar machen, dass der Parameter für den Test nicht gebraucht wird. Aber will ich das? Eigentlich interessiert mich das im Test gar nicht. Das ist Implementierungsdetail, um das sich der Test eigentlich nicht kümmert. Zudem könnten dann Tests auf einmal schiefgehen, nur, weil intern nun irgendwann doch auf nen Parameter zugegriffen wird. Es spart auch keine Arbeit, weil ich für irgend einen Test immer einen Dummy schreiben muss. Darum kommt man nicht drum herum. Und durch Nutzung von Fixtures, muss man auch die Initialisierung der Dummies nicht replizieren. Ich werde also weiterhin auf null prüfen. [1]

Anderes — Heute: Filme

  • Habe mir letztens den Hobbit im Kino angesehen. Kurzmeinung dazu: Nicht ganz so gut wie Herr der Ringe, aber durchaus sehenswert. Am Anfang kommt die Handlung nicht so recht in die Gänge. Es wird versucht das mit humoristischen Szenen etwas auszugleichen, was aber nur teilweise gelingt. Später wird es dann deutlich besser. Vielleicht hätte man den Radagast-Seitenplot etwas stärker ausführen sollen. Das hätte der ansonsten recht linearen Handlung etwas mehr Tiefe gegeben und böte mehr Möglichkeiten, mit Spannung zu spielen. Trotzdem ist es toll, mal wieder Mittelerde zu sehen. Ich denke der wahre Held in Tolkiens bzw. Jacksons Geschichten ist diese sagenhafte, mittlerweile schon prototypische Fantasywelt. Somit ist der Hobbit ist der Hobbit, trotz gewisser Schwächen, wohl ein Muss für jeden HdR-Fan.
  • Den Hobbit habe ich in 3D gesehen. Hatte aber (mal wieder) nicht den Eindruck, dass das ein großer Gewinn gegenüber 2D gewesen wäre. Es gibt zu wenige Szenen, in denen das gut funktioniert. Eine davon ist in der Höhle, der die Zwergen-Bande übernachtet.
  • Eine Neuerung im Hobbit soll ja HFR sein. Aufgrund der Kritik an dem Verfahren bzw. der momentanen Probleme damit, hab ich mir das zusätzliche Geld, das das gekostet hätte, gespart. Ich hatte letzte Woche noch ganz interessante Links dazu. Finde das momentan aber nicht mehr. Kurz gesagt war mein Resümee: HFR wrd sich mit der Zeit langsam durchsetzen. Aber man muss sich erstmal dran gewöhnen. Außerdem müssen wohl Filmemacher bei Maske und Set noch stärker darauf achten, dass man jetzt mehr sieht. Angeblich wirkt der Hobbit deshalb in HFR momentan eher wie eine Fernsehdokumentation oder ein Computerspiel. Selbst kann ich das aber nicht beurteilen.
  • Bei der ganzen Tolkien-Film-Sache hab ich entdeckt, dass es auch zwei recht gute Fan-Filme gibt: The Hunt for Gollum und Born of Hope. Für No/Low-Budget-Filme sind die ziemlich gut geraten. Insbesondere was Kostüme/Maske angeht. Auch Musik und Kameraarbeit ist für so etwas schon ziemlich gut. The Hunt for Gollum hat ne ziemlich einfache Handlung, aber Gandalf ist richtig gut gelungen. Born of Hope ist in mancher Hinsicht noch etwas besser und aufwendiger gemacht, krankt aber leider an einem ziemlich schlechten Drehbuch. Fanfilme halt. Im Gegensatz zu anderen dieser Art aber nicht nur für die Filmemacher selbst interessant.

[1] Eigentlich hätte ich das gerne zu nem eigenen Blog-Post gemacht. Dann wäre das auch verständlich, ohne, dass man sich das Video anguckt. Leider fehlt mir hierfür momentan die Zeit. Aber das Video ist eh sehenswert.

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